
Wenn wir vor dem Wind segeln, dann weht uns der Wind direkt in das Heck, der Wind kommt also von hinten. Beim Vorwind-Kurs sollten die Segel weit geöffnet (gefiert) werden, damit so viel Wind wie möglich eingefangen wird. Die Segel können hier auf Backbord (links) oder Steuerbord (rechts) stehen, oder sogar jeweils auf den entgegengesetzten Seiten stehen (Butterfly).
Auch eine Schräglage (Krängung) ist beim Vorwindkurs sinnvoll, um das Segel möglichst so stehen zu haben, dass es den meisten Wind einfängt. Das Schwert kann ebenfalls angehoben werden.
Beim Raumwind-Kurs oder auch Raumschots-Kurs kommt der Wind von schräg hinten. Auch hier sollte das Segel relativ weit ausgerichtet werden. Der Raumwind-Kurs ist etwas für alle Segler, die keine Krängung mögen, also nicht so gerne in Schräglage segeln, denn hier liegt das Schiff relativ ruhig im Wasser.
Volle Kraft voraus! Der Halbwind-Kurs gilt auch als der spaßigste Kurs beim Segeln, da das Segel optimal gefüllt wird und das Boot von sich aus in Schräglage gerät. Der Wind kommt hier direkt von der Seite, also entweder von Backbord oder von Steuerbord. Die Segel sollten beim Halbwind-Kurs “halb offen” stehen, also etwa auf der Kante des Bootes. Mit dieser Windrichtung wird das Segelboot am schnellsten!
Beim Am Wind-Kurs wird – wie es uns der Name schon sagt – am Wind gesegelt und der Wind kommt von schräg vorne. Das Bug des Bootes steht also ganz nah am Wind. Auf diesem Kurs ist man zwar nicht besonders schnell, dafür hat das Boot die meiste Krängung. Die Segel sollten beim Am Wind-Kurs so dicht wie möglich genommen werden.
Wir können leider nicht in alle Windrichtungen segeln. Wenn wir im Wind stehen, dann ist es mit dem Segeln nämlich nicht weit her, denn im Wind können wir uns nicht voran bewegen. Der Wind fegt uns im Wind direkt von vorn ins Gesicht, unser Boot bleibt mit dem Bug im Wind stehen und die Segel flattern (in Seglersprache: “killen”) uns um die Ohren. Im Wind zu stehen ist kein Kurs beim Segeln – aber für manche Manöver wichtig. Wenn beispielsweise mal etwas beim Segeln schief oder defekt geht, dann kann man sich schnell mit dem Boot in den Wind stellen und die Sache richten. Auch, wenn jemand über Bord geht oder beim Kentern ist es wichtig, dass das Boot “stehen bleibt”, also mit dem Bug in den Wind zeigt.